Archiv der Kategorie ‘Tatenkraft‘

 
 

Lesefestival Wuppertal – Teil 2

So. Jetzt ist es entschieden.
Klaudia und ich haben unsere ausufernde Bibliotheksschau beendet und folgende Autoren für unsere Lesung am 16. Oktober gewählt:

Kirsten Rönfeldt liest aus Sibylle Lewitscharoffs “Der höfliche Harald”. 17.00 bis 17.30 Uhr.
Klaudia Anosike liest aus Boris Vian. 18.00 bis 18.30 Uhr.

Und falls gewünscht, wiederholen oder erweitern wir das Ganze zu späterer Stunde auch noch.
Wir freuen uns jedenfalls auf hoffentlich viele Zuhörer.

Sachen kann man haben

Meine Tochter begrüßte mich unlängst morgens mit den Worten: “Mama, ich hab’ eine Flumme.” Und heulte auch umgehend und herzzerreissend für mindestens 3 Minuten 30 Sekunden.
Flumme. Ach so. Aus meiner Tochter war kein Wort herauszubekommen. Also schnell nachgeschlagen.
Im “Handbuch für die gesunde Familie”, im “Kursbuch Kindergesundheit” und natürlich im Internet. In beiden Büchern nichts. Im Internet: “Volkstümlich älteres Wort für Zigarette”.
Das kann ja wohl nicht wahr sein. Da würde ich auch heulen, wenn ich schon mit einer Flumme aufwachen müsste. Und meine Tochter ist mal gerade 3 Jahre alt. Wie soll SIE sich erst fühlen. Und wo kommt sie her? Ich rauche doch schon seit Julius Geburt nicht mehr und das ist bereits 6 Jahre her. Also? Wo kommt die Flumme her? – Inzwischen bin ich in heller Aufregung, meine Tochter kommt aber langsam wieder zu sich: “Mama, mach’ die Flumme weg, ja? Die ziepst mich SO sehr.” Erneutes Schniefen.
In Windeseile suche ich Marthas Kopf nach Resten einer Zigarette (oder was Dreijährige sonst dafür halten könnten) ab, finde allerdings nichts. Und werde langsam ungehalten: “Mensch Martha, ich kann gar nichts sehen. Wo soll die denn sein?” “Da! Fühl doch.”
Ich fühle und finde keine Zigarette. “Ja, willst Du mich veräppeln?” Jähes Aufheulen ist der Dank für meine Anschuldigung. Und wiederholtes Zeigen auf dieselbe Stelle auf dem Hinterkopf. “Da-a!” Ich nähere mich nochmal der Stelle und entdecke – nichts. Doch halt: Da ist was. Keine Zigarette, noch nicht einmal Asche, ein Krümel Tabak oder gar ein Kaugummi. DA – hat meine Tochter in unruhiger Nacht ihre Haare zu einem zarten, kleinen Knäuel vertuckt. Kaum der Rede wert gegen das, was sie andere Male so mit sich am Hinterkopf herumträgt.
Nur ist ihr dieser Tuck – zum ersten Mal – eher aufgefallen als mir. Und das will belohnt sein. Ja, das soll belohnt werden.
Mit viel “Ach” und “Herrjeh” und “Wie schrecklich” und “Ganz ungeheuerlich” gehen wir ans Werk und entwirren meiner Tochter Haarpracht auf’s Penibelste.
Nebenbei versuche ich Martha zu entlocken, wo dieses schöne neue Wort her sei. Aber sie besteht darauf, dass Flumme die amtliche Bezeichnung für Tucks sei. “Schon immer!”
Und weil’s da nichts zu machen gibt, “…kann’s jetzt endlich los gehen in den Kindergarten, Mama?”.

Expandieren oder inhalieren?

Es gibt solche Tage, da muss ich mir auch mal einen Gedanken um meine Zukunft machen. Es reicht nicht, sich zurückzulehnen, weil der Internetauftritt gerade runderneuert ist. Und darauf zu hoffen, dass es noch jemand außer mir schön findet (mal abgesehen davon, dass ich mich natürlich sofort mit meinem nächsten Corporate Design beauftragen würde).

Nein, da muss noch mehr passieren. Zum Beispiel könnte ich darüber nach denken, was ich anstellen muss, damit sich endlich alle freundlichen, begabten Jungdesigner darum reißen, für einen Hungerlohn für mich arbeiten zu dürfen.
Aber momentan quält mich eine gemeine Stirnhöhlen-Entzündung. Und hält mich mit einem kleinen, pickenden Spatz hinter meinem Stirnknochen davon ab, überhaupt einen klaren Gedanken zu fassen. – Hoffentlich bemerkt man es nicht sofort.

Also der Ansatz war eigentlich folgender: Wäre es nicht sinnvoll endlich zu expandieren? (Nicht wie mein Sohn annimmt, in Körperbreite zu messen) Oder ist es nicht unausweichlich zunächst zu inhalieren? Um den Spatz zu beflügeln. Ja, genau.

Sind die Spatzen gesund, freut sich der Mensch. In diesem Sinne verschwinde ich jetzt erst mal unter dem Handtuch und über der Schüssel mit dem dampfenden Wasser. Ich lasse die Spatzen frei – oder waren es doch eher Spechte? – und widme mich morgen frisch und erholt all den gestalterischen Aufgaben auf meinem Schreibtisch. Natürlich allein!

Wer kann schon ernsthaft an Expansion denken in diesen Zeiten? Der muss doch von einem Specht Besuch bekommen haben…

Endlich abgehandelt

So ist's am Laptop

Action.

Seit etwa vier Tagen sitze ich mit meinem Laptop in der Gegend herum, störe meine Familie und quäle mich mit unsinnigen Klauseln, die sich zu einem schlicht-eleganten Web-Auftritt zusammenfügen sollen. Zwischendurch zerfließt mir alles zwischen den Fingern und vor den Augen. Manchmal sinke ich ohnmächtig auf die Tastatur und werde vom flehenden Warnton meines Computers zu neuem Leben erweckt.

Wordpress auf die “normale” Seite abstimmen. CSS-Details “umfummeln”. PHP-Fetzen aneinander stricken. Zu guter Letzt: Es ist vollbracht!

Et löppt. Und es bleibt mir nur noch, das Ganze mit Texten und Bildern zu füllen.


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