Es gibt solche Tage, da muss ich mir auch mal einen Gedanken um meine Zukunft machen. Es reicht nicht, sich zurückzulehnen, weil der Internetauftritt gerade runderneuert ist. Und darauf zu hoffen, dass es noch jemand außer mir schön findet (mal abgesehen davon, dass ich mich natürlich sofort mit meinem nächsten Corporate Design beauftragen würde).
Nein, da muss noch mehr passieren. Zum Beispiel könnte ich darüber nach denken, was ich anstellen muss, damit sich endlich alle freundlichen, begabten Jungdesigner darum reißen, für einen Hungerlohn für mich arbeiten zu dürfen.
Aber momentan quält mich eine gemeine Stirnhöhlen-Entzündung. Und hält mich mit einem kleinen, pickenden Spatz hinter meinem Stirnknochen davon ab, überhaupt einen klaren Gedanken zu fassen. – Hoffentlich bemerkt man es nicht sofort.
Also der Ansatz war eigentlich folgender: Wäre es nicht sinnvoll endlich zu expandieren? (Nicht wie mein Sohn annimmt, in Körperbreite zu messen) Oder ist es nicht unausweichlich zunächst zu inhalieren? Um den Spatz zu beflügeln. Ja, genau.
Sind die Spatzen gesund, freut sich der Mensch. In diesem Sinne verschwinde ich jetzt erst mal unter dem Handtuch und über der Schüssel mit dem dampfenden Wasser. Ich lasse die Spatzen frei – oder waren es doch eher Spechte? – und widme mich morgen frisch und erholt all den gestalterischen Aufgaben auf meinem Schreibtisch. Natürlich allein!
Wer kann schon ernsthaft an Expansion denken in diesen Zeiten? Der muss doch von einem Specht Besuch bekommen haben…